Freitag, 29. April 2016

Auf der Farm

Eine ehemalige Klassenkameradin hat mich gefragt, ob ich eine Torte für ihren kleinen Mann backen würde und da kann ich natürlich nicht nein sagen. Übung macht ja den Meister ;-) Gewünscht war ein Traktor. Okaaay, ein Traktor habe ich noch niiiiee gemacht. Versuch macht klug. Also fing ich zwei Wochen vorher an diesen herzustellen, damit er auch ja gut durchgehärtet ist.

Los ging es mit dem Hauptteil eines Traktors. Zuerst einen Quader formen und eine Ecke davon heraus lösen. Da kommt später der Sitz hin. 2 Löcher mit einem Schaschlikspieß oder Zahnstocher stechen für die Räder.

So schaut der Körper von oben aus. Ein Loch für das Lenkrad habe ich auch vorgestochen.

Noch ein paar Einkerbungen um den Motor anzudeuten und den Traktor schnittiger zu machen.

4 Räder ausstechen oder Formen. 2 davon sollten kleiner sein, als Vorderräder. Löcher nicht vergessen. Später dient dann ein Zahnstocher als Achse. Bei den Vorderrädern habe ich die Löcher nicht mittig gemacht, damit späater alle Räder auf einer Höhe sind und der Traktor sich nicht vorne nach unten neigt. Das nicht mittige Loch wird später beim Zusammenbau kaschiert. 

Ein Hahn wurde auch gewünscht und der Gute soll nicht alleine sein. Also habe ich gleich eine kleiner Hühnerfamilie gefertigt. 

Die Hühner wurden aus sehr bauchigen Tropfen geformt und die Tropfenspitze bildet den Hühnerschwanz.

Dienstag, 12. April 2016

Josephine

Ich hatte ja davon geredet, dass ich eine Häkelpuppe für eine kleine Maus anfertigen werde und sie ist fertig.  

JOSEPHINE, Anleitung nach Tournicote/Sandrine Deveze
Die Anleitung stammt von Sandrine Deveze alias Tournicote. Ich hatte die Anleitung auf deutsch, aus einem Buch stammend, von der Mami bekommen. Im Laufe des Häkelns fielen mir aber Unstimmigkeiten auf. Für einen Anfänger wäre die Anleitung mitunter schwierig. 
Beine, Körper und Arme gingen ohne Probleme. Das Häkeln des Kopfes war an sich auch nicht schwierig, aber ich hätte mir z. B. gewünscht, dass der Augenabstand nicht in Zentimeter angegeben ist, sondern in Maschen, die frei gelassen werden. Unausgestopft lässt es sich doch schwierig abschätzen, wie es dann am Ende ausschaut. 

Dann weiß ich aus Erfahrung und Empfehlungen, dass man Sicherheitsaugen nicht zu spät in das Häkelstück einbringen soll. Zu spät heißt, dass "zu viele" Runden/Reihen gehäkelt sind und es bei der Anbringung der Augen (was bei Sicherheitsaugen mit einer Zange o. ä. geschieht) schwierig wird die Zange zu benutzen, weil diese ja auch nicht ewig lang ist. Die Augen kommen ja in eine bestimmte Runde und ich häkel bspw. noch 2 Runden mehr und bringe dann die Augen an, in die entsprechende Runde. Tja und in der Anleitung sollten die Sicherheitsaugen viel später angebracht werden. Daran habe ich mich natürlich nicht gehalten ;-). Wenn man Perlen oder andere Dinge als Augen verwendet, besteht natürlich diese Problematik nicht. Aber wir reden ja hier von Sicherheitsaugen.

Die Ohren waren auch so eine Sache. Eigentlich nur die zweite Runde. Deren Maschenanzahl habe ich verändert, sonst hätte es nicht nach einem schönen Ohr ausgesehen. Bei der Mütze musste ich die Rundenanzahl dezimieren. In der Theorie hat die Mütze 23 Runden. Aber der Kopf hat nur 26 Runden. Da würde man das Gesicht nicht sehen oder die Mütze wäre zu lang, völlig unförmig. Und dann wäre auch die Lage der Ohren viel zu weit vorne gewesen. Das sah aus wie ein Geweih :D 




Zuletzt war da noch die hübsche Schleife. Da fehlten mir ein paar Hinweise für den Häkelbeginn in der Anleitung. Da ich schon einige Sachen gehäkelt habe, war das natürlich kein Problem, aber da ich jetzt an sich noch nicht so lange häkel, sehe ich vieles noch aus Sicht von Anfängern und bin noch nicht betriebsblind :-P 

Aber letzten Endes zählt das Ergebnis und damit bin ich zufrieden. Gehäkelt habe ich wieder mit meiner 2,5er Häkelnadel und dieses Mal mit Lana Grossa-Wolle 'Cotone'. Die Schleife war aber, glaube ich, aus Schachenmayr Catania. Ich finde diesen Goldton so toll. 


Liebe Grüße, eure Ms. Eni 
  

Dienstag, 5. April 2016

Blumentorte mit Mon Chéri-Buttercremefüllung

Für einen runden Geburtstag habe ich bereits im März eine Motivtorte gebacken. Dieses Mal sollten es möglichst echt wirkende Blumen sein. Ich fülle die Torten bisher immer mit deutscher Buttercreme. Es wurde Schoko-Buttercreme gewünscht und weil das Geburtstagskind gerne Mon Chéri isst, habe ich mal getestet, wie sich geschmolzene Mon Chéri in der Buttercreme machen. Fazit: Ist auf jeden Fall wiederholungswürdig, aber mit mehr Mon Chéri. Ich war für den Test vorsichtig und habe nur 10 Stück verwendet.
Geburtstagstorte
 
Mein erstes Mal, dass ich mich an richtige Blüten traue. Blütenpaste hatte ich zwar schon zwei Mal hergestellt, aber bisher nur Blüten ausgestochen und mit einem Veiner geformt. Hat mir zwar auch gut gefallen, aber es soll ja immer mal was anderes sein. Unten seht ihr wie ich das mit dem Veiner meine.

Blüten mit Ausstechform und Veiner gearbeitet

Das Blütenpasterezept stammt von der Tortentante (http://tortentante.blogspot.de). Dummerweise war mein Puderzucker dieses Mal zu feucht :-( Ich hatte den schon etwas länger her gekauft und der lagert bei mir in der Küche und da hat er eben Feuchtigkeit gezogen. Hatte da gar nicht dran gedacht. Den guten Diamant-Puderzucker gibt es aber nur in einem Markt bei uns, der aber nicht gleich um die Ecke ist. Ich wohne ja auf dem Dorf :-P und wo anders als in der Küche kann ich ihn nicht lagern. Aber vielleicht muss er jetzt ins Schlafzimmer ziehen.  

Die ersten Blüten sollten Freesien werden. Hatte auch gut geklappt. Es hat so viel Spaß gemacht, wenn es auch sehr fummelig war die offenen Blüten zu gestalten, dass ich die auf jeden Fall wieder machen möchte.

Freesienblüten und Knospen
Freesie mit Floristenband zusammengefügt 












Dann habe ich mich noch an Rosen versucht. Das war dann weniger spaßig als ich die äußersten Blätter gemacht habe, denn ich hatte leider viel zu dünnen Draht. Das wusste ich aber bis zu diesem Zeitpunkt nicht. Zum Schluss habe ich noch ein paar kleine Blüten gemacht. Die sind dankbarer. 
Ich wollte eigentlich viel mehr Blüten herstellen, aber das Drahtproblem und die Zeit hatte ich unterschätzt. Dem Geburtstagskind hat die Torte dennoch gefallen.