Freitag, 23. Dezember 2016

80. Geburtstag


Meine Oma hatte ja vor kurzem Geburtstag und wurde 80 Jahre alt. Ein stolzes Alter. Ich habe für sie eine Torte gebacken. Die letzte für dieses Jahr. Da die alten Leutchen keinen Zuckerschock bekommen sollten, habe ich mich schlussendlich für eine Buttercreme-Torte entschlossen. Ich wollte auch Buttercreme-Blüten machen. Die können ja so unglaublich gut und echt ausschauen. Hammer. Leider hatte ich nur eine Spritztülle, die dafür halbwegs geeignet ist. Für andere Tüllen fehlte die Zeit und auch das Geld. Immerhin bauen wir ja gerade ein Haus und da muss gespart werden. Ich will ja schließlich eine schöne Küche haben :-P Naja und so für unvorhergesehene Dinge, muss auch genug Geld da sein.

Auf jeden Fall wollte ich was mit gold machen. Immerhin wird man nur einmal 80 ;-) und da darf es schon ein bisschen pompöser sein. Da ich das Handlettering für mich entdeckt habe und ich mit 3 kleinen Kindern nicht ganz so viel Zeit habe, wollte ich was unzerbrechliches machen. Also wurde es ein Caketopper aus Zeichenkarton, bemalt mit einem goldenen Lackstift. Der Schriftzug lagerte dann auch so auf der Torte, dass er nichts von den Lebensmitteln berührte und auch erst kurz vor der Präsentation rein gesteckt wurde. 

Die Torte (eine 26er Torte) bestand aus Biskuitboden und Sauerkirschen (den Saft angedickt) und deutscher Buttercreme. Ich hatte schon die doppelte Menge gemacht. Nachdem ich den Kuchen aber fertig gefüllt hatte, sah es sehr danach aus, dass dies wohl nicht reichen würde. So habe ich amerikanische Buttercreme angerührt, mit etwas weniger Puderzucker (diese Creme ist echt süß) und habe sie mit der deutschen Buttercreme vermischt. Das war lecker und hatte genau die richtige Süße, ganz angenehm süß. Lecker. Das mit dem Buttercreme einstreichen muss ich allerdings noch üben. Da waren noch so ganz viele kleine (Luft)Löcher drin und die Kante war auch nicht so super. Aber die habe ich ja gekonnt kaschiert. Hatte das ja eh so vor :-D 

Eigentlich sollte die Torte unten rum schön mit gold verziehrt sein, aber ich hatte nicht bedacht, dass Buttercreme sich nicht wirklich bemalen lässt. Ursprünglich wollte ich sie ja mit Fondant eindecken. So habe ich ganz vorsichtig mit dem Finger das Goldpuder ran getupft. Vorher natürlich noch Handschuhe an. 


Die Rosen hatte ich auf Butterbrotpapier separat gespritzt, um nur die schönsten auswählen zu können. Immerhin habe ich so etwas zum ersten Mal gemacht. Dann kurz in den Gefrierschrank oder in den Kühlschrank. So konnte ich die Blüten einzeln mit einem Messer wunderbar vom Papier lösen und auf die Torte legen. Ging echt gut. Hätte ich nicht gedacht. Da hat nichts geklebt. Ein paar Rosen haben noch ein bisschen Goldpuder bekommen.



Die lilanen Blüten sollten eigentlich Hortensien darstellen. Diese habe ich auch direkt auf die Torte gespritzt. Mit viel Phantasie kann man das erkennen. Ich muss noch üben.


Die grünen Blätter habe ich zuletzt angebracht. Dafür hatte ich mir eine Spritztüte aus Butterbrotpapier gebastelt, damit es möglichst dünn raus kommt. So richtige Spritztüten hatte ich nämlich auch nicht. Die einzige Tüte mit Adapter, die ich habe, ist eher ein Fehlkauf. Der Adapter ist viel zu groß, sodass ein Großteil der Creme nie raus kommen würde, sondern da drin zurück bleiben würde. Absolute Verschwendung. 





Auf jeden Fall ist von der Torte nichts übrig geblieben. Sie scheint also geschmeckt zu haben :-)

Eure,

Ms. Eni.

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